Übung am Außengelände des IdF NRW

Aufgrund einer günstigen Gelegenheit hatte der 5. Abschnitt der Feuerwehr Hagen die Möglichkeit, am 10.03.2012 im Außengelände des Instituts der Feuerwehr (IdF)  in Münster zu üben. Nach Genehmigung durch die Amtsleitung konnte es los gehen.

Dort, wo die Führungslehrgänge für die Feuerwehren in NRW abgehalten werden, konnten sich die Löschgruppen Dahl, Eilpe-Delstern, Eppenhausen und Holthausen verschiedenen Übungsszenarien stellen. Jede Löschgruppe konnte mit dem eigenen Fahrzeug und der eigenen Mannschaft dort sehr realitätsnah üben.

Diese vier Stationen wurden von einem Ausbilder des IdF betreut:

1. Verkehrsunfall mit PKW
Hierbei war das Problem, dass der PKW Chemikalien geladen hatte und der Fahrer bewusstlos war. Es galt zu erkennen, dass diese Lage mittels der vorhandenen Fahrzeuge nicht abgearbeitet werden konnte und es sich hierbei um eine sogenannte GAMS-Lage handelte. Das heisst, dass man die Gefahr erkennt, Absperrmaßnahmen einleitet, Menschenleben rettet und Spezialkräfte anfordert. Bei Einhalten dieses Grundsatzes führten die eingeleiteten Maßnahmen zum Erfolg.

2. Verkehrsunfall mit einem PKW (gegen einen Mast gefahren)
Die Gruppenführer mussten hier erkennen, dass man mit dem Löschgruppenfahrzeug, mit welchem man diesen Einsatz erledigen sollte, in den Möglichkeiten sehr begrenzt ist (ohne technische Hilfeleistungsausstattung und Rettungsdienst). Es wurde ein konzentriertes und stabilisierendes Vorgehen von den Einheiten erwartet. Auch diese Aufgabe wurde bezwungen.

3. Brand in einem Einfamilienhaus mit einer vermissten Person
Die Einsatzkräfte wurden hier von einem aufgeregten „Anwohner“ erwartet. Dieser teilte dem Einsatzleiter mit, dass eine Person sich noch im Gebäude befindet. Der Gruppenführer musste sofort die Menschenrettung nach Feuerwehrdienstvorschrift 3 einleiten und einen Trupp unter Pressluftatmern zur Menschenrettung ins Gebäude schicken. Ein Sicherheitstrupp wurde gestellt, dies war eine geforderte Aufgabenstellung. Auch auf eine gute Atemschutzüberwachung wurde geachtet.

4. Brand in einem unbewohnten Mehrfamilienhaus
An dieser „Einsatzstelle“ mussten die Einsatzkräfte den Brandeinsatz mit schadensminimierenden Maßnahmen begleiten (mobiler Rauchabschluß). Da keine Menschenleben in Gefahr waren, konnte man sich auf eine Brandbekämpfung beschränken.

Nach einer stärkenden Mittagspause, die auch zum Austausch der durchgeführten Maßnahmen genutzt wurde,  wurde unser stellvertretende Abschnittsführer von den Ausbildern vor die Aufgabe gestellt, eine Einsatzstelle, an der es zu einem Verkehrsunfall mit zwei PKW gekommen war, abzuarbeiten. Hier musste er alle vier Gruppen koordinieren und Einsatzabschnitte bilden. Die anfänglichen Anlaufschwierigkeiten wurden schnell beseitigt und so konnte der Einsatz schnell abgeschlossen werden. Es mussten hierbei mehrere teils schwer verletzte Personen versorgt, ein Entstehungsbrand kontrolliert und die Einsatzstelle abgesichert werden. So teilte der Einsatzleiter jedem Gruppenführer eine Aufgabe zu und dieser musste sich dieser Aufgabe stellen.

Als abschließende Übung wurden alle vier Gruppen als Zug zu einem Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus alarmiert. Es wurden zwei Personen vermisst und mehrere Personen standen an Fenstern bzw. auf Balkonen. Dies wurde durch einen renitenten Hausmeister für den Einsatzleiter noch erschwert. Die Personen wurden binnen kurzer Zeit gerettet und konnten an die eingerichtete Patientenablage übergeben werden. Dann wurde Übungsende befohlen.

Als Resümee bleibt festzuhalten, dass zwar Fehler gemacht wurden, aber trotzdem die Einsatzlagen mit dem erwünschten Erfolg beendet werden konnten. Alle Löschgruppen dankten den Ausbildern und dem planenden Kameraden für Ihre Arbeit.

Bilder zu diesem Bericht folgen.