Besichtigung des Strahlenschutzbunkers am Bahnhof

Im Zuge des Verkaufs des Parkhauses in der Bahnhofstrasse wurde auch eine Rarität Hagens verkauft. Denn unter dem Parkhaus schlummert seit den 70er Jahren ein Strahlenschutzbunker seinen Dornröschenschlaf. Im Zuge des Kalten Krieges wurde dieser zum Schutz von 1600 Hagener Bürgern errichtet. Vor vierzehn Tagen hatte die Löschgruppe Eilpe-Delstern die Möglichkeit einer letzten Führung durch das Relikt aus einer längst vergangenen Zeit beizuwohnen.


Durch einen unscheinbaren Nebeneingang führte uns Herr Duhme unter das Parkhaus zu einer der vier Eingangsschleusen des Bunkers. In Gruppen wären dort im Verteidigungsfall Zufluchtsuchende in den Bunker gelassen worden. Im Bunker selbst hätten dann 1000 Personen auf den Sitzbänken platz nehmen müssen, während 600 weitere hätten auf „Betten“ schlafen können. Für einen langen Verbleib wurde der Bunker in den 70er Jahren nicht errichtet: Lediglich vier Wochen hätten die „Besucher“ in dem Bunker verbleiben können.

Angereichert mit zahlreichen, teils schockierenden Anekdoten um den Bau, der Instandhaltung und einen möglichen Betrieb des Strahlenschutzbunkers waren wir für eine Stunde Gast in einer beklemmenden Welt in der wir, und da ist sich die Löschgruppe einig, keine vier Wochen hätten leben wollen.

Mit dem Verkauf der Parkhauses ist auch das Schicksal des Bunkers besiegelt: Er geht an den neuen Eigentümer des Geländes über.

Wir bedanken uns recht herzlich bei Herrn Duhme und seinen Kollegen, die sich im Hintergrund so lange um unsere Sicherheit gekümmert haben.

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